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Die Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Martin Thurnher beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Immuntherapie von Tumorerkrankungen. Die klinischen Studien mit Dendritischen Zellen, die 1997 initiiert worden sind, waren die ersten in Österreich und gehörten auch zu den ersten weltweit. Dendritische Zellen, die Wächterzellen des Immunsystems, gehören - wie alle Immunzellen - zu den Leukozyten. Ihre Aufgabe ist es, Bestandteile (Proteine, Glykolipide) von Krankheitserregern oder Krebszellen aufzunehmen, zu verarbeiten und sie in einer charakteristischen und für die T-Zellen erkennbaren Form zu präsentieren. Durch die Aktivierung der T-Zellen verwandeln die Dendritischen Zellen Warnsignale in zielgerichtete Immunreaktionen. Dieser Immuntherapie-Ansatz geht dahin, Dendritische Zellen so zu verändern, dass sie die T-Zellen im Patienten nicht nur aktivieren, sondern sie auch zielgerichtet auf Krebsherde und ihre Absiedlungen lenken.